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WOHNGIFTE
 
 

Pentachlorphenol oder kurz PCP (nicht zu verwechseln mit PCB) wurde früher als Bestandteil von Holzschutzmitteln auf Holzwände und Balken aufgetragen, PCB hingegen fand im Einsatz in offenen Systemen vor allem in Fugendichtungsmassen und in Brandschutzanstrichen Verwendung. Während PCB je nach Land zwischen 1982 und 1986 als Baustoff verboten wurde, war dies beim PCP erst nach 1989 der Fall. Beide schädigenden Stoffe sind deshalb noch heute in Bauobjekten vorhanden, welche zwischen 1955 und 1990 erstellt oder renoviert wurden. Auch Asbest sollte als potentieller Krankmacher nicht ausser Acht gelassen werden. 

Bereits seit vielen Jahren ist Asbest verboten und doch noch längstens nicht aus Gebäuden und Wohnungen verschwunden. Asbest findet sich auch heute noch in Fassadenverkleidungen, auf Dächern, in Wand- und Bodenbelägen, in Deckenplatten, Rohrisolationen, Zwischenböden, hinter Elektroinstallationen oder Pflanzentrögen. 

Asbest erwies sich als ein verheerender Stoff in der modernen Arbeitsgeschichte. Er zerfällt rasch in dünne Fasern und kann, eingeatmet, bösartigen Brustfell- und Bauchfellkrebs, die Lungenkrankheit Asbestose und Lungenkrebs verursachen. Die eigentliche Gefährdung tritt dann ein, wenn unsachgemäss, z.B. aus Unkenntnis, mit asbesthaltigen Materialien umgegangen wird: Wer unsachgemäss asbesthaltige Bodenbeläge entfernt, kann hohe Faserzahlen freisetzen und setzt sich entsprechenden Risiken aus. Dasselbe gilt für die Trennung von asbesthaltigen Pflanzentrögen, Eternitplatten oder Dachschiefern. Deshalb ist es ratsam, allfällige Asbestaltlasten in den eigenen vier Wänden frühzeitig zu erkennen, um Risiken zu vermeiden. 

Eine vom Bundesamt für Gesundheit im März 2003 herausgegebene Broschüre weist auf verständliche Weise auf asbestverdächtige Materialien in Wohn- und Arbeitsumfeld hin. Die Broschüre enthält Informationen über das Gefährdungspotenzial verschiedener asbesthaltiger Bauprodukte.


Bei Verdacht auf Wohngifte in privaten, öffentlichen oder geschäftlichen Liegenschaften, wird immer ein sogenannter Gebäudecheck durch Fachleute empfohlen. Ein solcher Gebäudecheck umfasst die Begehung, allfällige Interviews sowie eine stichprobenartige Beprobung und Analyse. Je nach Aufgabenbeschrieb und Objektgrösse sind dafür mit Kosten zwischen SFr. 1'500.00 bis 3'500.00 zu rechnen.

 
 
 

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